BDRG-Fußringe Bestell-Service
Wenn man in keinem Geflügel- oder Kleintierzuchtverein organisiert ist, dann stellt sich einem die Frage: Woher bekomme ich die amtlichen BDRG-Fußringe für mein Geflügel ? Die einfache Lösung: "Internet-Mitglied" werden! Wer bei mir/in unserem Sternenfelser Kleintierzuchtverein Mitglied werden möchte und über mich seine BDRG-Fußringe beziehen will ist recht herzlich willkommen.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt 15€ jährlich. Die BDRG-Fußringe kosten derzeit 0,32€ pro Stück. Die Nebenkosten per Sendung betragen inkl. Porto und Ringausweis 8,50€. Die Lieferung erfolgt ab sofort nur noch als versichertes DHL-Paket. Bitte die Ringe immer in 5-er Staffel bestellen - also 5, 10, 15 etc.
Kein neues Mitglied braucht Angst zu haben, es kämen weiß Gott welche Verpflichtungen auf ihn zu,nein so ist es nicht. Es geht ja eigentlich auch nur um die Möglichkeit legal BDRG-Fußringe zu beziehen und nicht um eine aktive Teilnahme am Vereinsleben. Auch wer bereits Mitglied in einem Rassegeflügelverein oder Kleintierzuchtverein ist kann bei uns Mitglied werden und über mich Ringe beziehen. Oft ist es halt leider so, dass der eigene Vereinsringwart nicht spurt, sich ewig Zeit lässt, man mit ihm verkracht ist, oder dieser nicht so will wie man selbst will.
Ringgröße/n
Seidenhühner haben die Ringgröße D16 (beide Geschlechter). Zwerg-Seidenhühner haben die Ringgröße D12 (beide Geschlechter). Wenn Sie auch Ringe für Ihre anderen Hühner-/Geflügelrassen benötigen, gerne auch von mir. Wenn Sie die Ringgröße/n nicht wissen, schreiben Sie mir die Geflügel-/Hühnerrasse (Groß- oder Zwergrasse wichtig!) und ich suche für Sie die Ringgröße/n raus. Bitte beachten Sie : Oft haben die Geschlechter verschiedene Ringgrößen.
Rassebeschreibung
Seidis und Zwergseidis:
Seidis wurden bereits zu Marco Polo′s Zeiten aus Asien (Himalayagebiet/Tibetan. Klöster?) nach Europa mitgebracht und als Negerhühner bestaunt. Ihr franz. oder ital. Name negre soice und moroseta zeugt heute noch davon. Sie haben sich an unsere Wetterverhältnisse lange aklimatisiert und sind entgegen irriger Meinung nicht empfindlich gegen Kälte oder Regen.
Seidis und Zwergseidis sind wohl die einzigen Hühner die aufgrund ihrer zersplissenen Federstruktur nicht fliegen können. Alle anderen Hühnerrassen können fliegen. Manch schwere Hühnerrasse tut sich damit allerdings schwer und fliegt nur im Notfall zum Beispiel wenn ein Hund oder Habicht plötzlich auftaucht. Es gibt aber immer wieder auch unter diesen schweren Rassen Individuen, die doch ab und zu fliegen. Dem Nachbar wird′s egal sein ob eines oder mehrere Ihrer Hühner in seinem Blumenbeet scharrt, der Ärger ist jedenfalls dann schon vorprogrammiert. Genau denselben Ärger hatte ich früher auch immer und deshalb bin ich damals auf Seidis umgestiegen. Seitdem herrscht Ruhe und Wohlwollen an der Nachbarfront.
Wenn Sie folglich ein bischen Biohühnerhaltung betreiben wollen, nicht wild auf eine Legebatterie sind und mit dem Nachbarn weiterhin gut Freund bleiben wollen gibt′s eigentlich nur eine Wahl: Seidis und/oder Zwergseidis.
Auch Seidihähne krähen, nur bin ich der Meinung nicht ganz so laut, oft und verrückt wie manch anderer Hahn. Wollen Sie keinen eigenen Nachwuchs haben so ist es gar nicht nötig, dass sie einen Hahn mitlaufen lassen. Auch eine reine Hennengruppe fühlt sich in Ihrem Garten wohl.
Ob Sie Seidis oder Zwergseidis wählen ist eine Entscheidung Ihres persönlichen Geschmacks und Ihrer Platzverhältnisse. Sie können auch beide Varianten zusammen halten. Achten sie bitte in dem Fall darauf, dass nicht ständig ein großer Seidihahn eine kleine Zwergseidihenne beglückt. Auf Dauer verkraftet sie dies wahrscheinlich aufgrund der Größenverhältnisse nicht. Auch sollten Sie keine Kreuzungen aus großen normalen Seidis und Zwergseidis nachzüchten und achten Sie ein wenig auf Farbenreinheit.
Wer sich für die Feinheiten der Standard-Musterbeschreibung interessiert, hier ein paar Auszüge. Vielleicht wird aus Ihnen ja eines Tages auch ein Ausstellungszüchter?!
Noch vorweg : Es gibt auch die Varianten "mit Bart", hiervon halte ich persönlich nicht all zu viel und züchte sie deshalb nicht. Auch Siamesische Zwergseidenhühner sind nicht mein Fall.
Gedrungene abgerundete Würfelform mit leicht ansteigender Rückenlinie und knapp mittelhoher Stellung. Voll entwickeltes weiches Seidengefieder und schwärzlichblaue Haut bei allen Farbenschlägen.
Der innere Teil der Flügel, etwa zwei Drittel an Hand- und Armschwingen sollte in den Federfahnen geschlossen, bis zu einem Drittel nach dem Ende hin zerschlissen sein.
Der Kamm in Form und Struktur einer halben Walnuss gleichend, ohne Dorn und von einer Querfalte durchzogen, schwärzlich blau. Kehllappen rund, schwärzlichblau. Die Ohrscheiben in der Farbe satt leuchtend türkisblau.
5 Zehen, die fünfte Zehe mit deutlicher Trennung, länger als die Hinterzehe und einschließlich des Zehennagels leicht nach oben gebogen.
Gewichte zum Vergleich zwischen der großen Normalform und der Zwergform:
- Seidenhahn ca. 1.600 Gramm
- Seidenhenne ca. 1.200 Gramm
- Zwergseidenhahn ca. 600 Gramm
- Zwergseidenhenne ca. 500 Gramm
Bei den Gewichten handelt es sich oft noch um sogen. Idealgewichte, die bei den großen oft unterschritten und bei den Zwergen oft überschritten werden. Wir sollten diese Gewichtsvorgaben allerdings anstreben, vor allem zum Ausstellungszeitpunkt.
Seidis und Zwergseidis legen hellbraune Eier, die Seidis etwa 100 Eier und die Zwergseidis etwa 120 Eier pro Jahr, jedenfalls laut der Herdbuchstatistik. Sie sind folglich keine Legehybriden sondern mehr Hobbyhaltertiere für′s Auge und Spaß an der Freud - und Ihr Nachbar wird staunen, was denn da eigentlich bei Ihnen rumläuft.
Brutanleitung - so würde ich es machen
Es freut mich, dass Sie sich für Seidenhühner interessieren und damit beitragen, dass die Seidenhühner, vor allem die Farbigen (ohne Bart) etwas bekannter werden. Ich bemühe mich immer die Bruteier sorgsam zu verpacken, damit sie hoffentlich unbeschädigt bei Ihnen eintreffen. Ist ein Ei oder sind mehrere Eier doch beschädigt worden und ist die Beschädigung nicht all zu groß, können Sie versuchen, den Riss/die Bruchstelle mit Tesafilm oder UHU/Klebstoff oder Wachs zu verschließen. Manchmal funktionierts, manchmal nicht, die Chancen stehen 50/50.
Lassen Sie die Eier möglichst noch einen Tag ruhen, sie wurden durch den Transport kräftig durchgeschüttelt. So hat das Ei die Gelegenheit sich wieder "innerlich zu ordnen".
Haben Sie gerade keine festsitzende Glucke oder gerade keinen Platz im Brutapparat, oder wollen gar erst einen kaufen,so ist das auch nicht weiter schlimm. Die Eier sind frischund Sie haben ab obigem Datum gut 2 Wochen Zeit mit dem Brutgeschäft zu beginnen. Sie müssen allerdings die Eier täglich mindestens einmal wenden/bewegen/drehen etc. Länger als 2 Wochen sollten Sie nicht warten, denn dann geht es mit der Schlupffähigkeit rapide abwärts! Aber bedenke: Je früher, desto besser !
Wählen Sie eine Glucke, so erledigt die Glucke (hoffentlich) die Arbeit für Sie zufriedenstellend. Nach 21 Tagen plus/minus dürfen Sie sich (hoffentlich) an den Küken erfreuen. Halten Sie die Glucke während des Brütens und solange die Küken noch klein sind separat von Ihren anderen Hühnern, damit die Glucke/Küken in dieser Zeit ungestört ist/sind.
Lassen Sie die Glucke und die Küken die ersten Tage im Stall, die Gefahr von Kälte/Regen ist noch zu groß. Bieten Sie altersgerechtes Futter und sauberes, evtl. keimfrei gemachtes Wasser an. Je älter die Küken werden desto problemloser wird die weitere Aufzucht sein.
Leider kommt es gar nicht so selten vor, dass eine Glucke unzuverlässig brütet, nicht fest sitzen bleibt, unregelmäßig bebrütet, zu lange und zu oft das Nest verlässt, Eier zerstört, Embryos absterben oder gar vorzeitig das brüten aufgibt - dann haben Sie leider Pech gehabt, tragen Sie′s mit Fassung - ist eben Natur. Letzter Rettungsversuch - umlegen in den Brutapparat und hoffen.
Wählen Sie den Brutapparat, so wünsche ich Ihnen, dass Sie nicht allzu sparsam waren und sich eine modere mikroprozessorgesteuerte Brutmaschine geleistet haben. Einfache Styroporapparate, Motor-/Flächenbrüter mit veralteter Technik liefern in aller Regel katastrophale Schlupfergebnisse, Sie lagen bei mir zwischen Null und maximal 25 Prozent. Bei meinen beiden neuen Maschinen liegt die Quote zwischen 85 und 95 Prozent.
Temperatur
Nach meinen Erfahrungen sind 37,8 Grad vom ersten bis zum letzten Bruttag ok. Geben Sie digital 37,8 Grad ein und fertig.
Haben Sie ein altes/einfaches Gerät müssen Sie vorheizen/einstellen/regulieren/beobachten. Möglichst das Gerät nicht am Fenster/Sonne, an einer Heizquelle, im feuchten Keller oder gar im Freien/Halbfreien aufstellen. Die Außentemperatur sollte während der kompletten Brutzeit einigermaßen konstant bleiben. Versuchen Sie halt 37,8 Grad Celsius bestmöglich einzustellen. Erst wenn Sie sich ganz sicher sind, dass Sie diesen Wert auf Dauer haltenkönnen und dass im Gerät keine allzu großen Temperaturschwankungen mehr auftreten, erst dann legen Sie die Eier ein. Nachträgliches regulieren ist gefährlich, schnell haben Sie 40 Grad Celsius überschritten und das Eiweiß beginnt zu gerinnen und ENDE aller Hoffnungen.
Luftfeuchtigkeit
1.-18. Tag 53% Feuchte
19. Tag 60% Feuchte
20. Tag 65% Feuchte und am
Schlupftag 70% Feuchte.
Mehr ist nicht notwendig. Geben Sie digital ein und fertig.
Ansonsten versuchen Sie halt diese Werte einigermaßen zu erreichen/halten. Vermeiden Sie allzu viel Feuchte. Die Eier wollen nicht schwimmen.
Abkühlung
1.-18 Tag einmal täglich 20 Minuten lang ist ok. 19.Tag bis zum Schlupf nicht mehr abkühlen. Stellen Sie digital ein und fertig. Andernfalls müssen Sie halt selber sich die Arbeit machen.
Wenden
1.-18. Tag einmal täglich wenden reicht aus. 19. Tag bis zum Schlupf nicht mehr wenden. Tippen Sie digital alle 24 Stunden und Wendedauer 120 Minuten für die Wendetage ein.
Andernfalls wenden/drehen Sie halt von Hand möglichst in Kombination mit der Abkühlung, aber insgesamt beides zusammen nur 20 Minuten lang.
Schieren/durchleuchten
Zwischen dem 7.ten und 10.-ten Tag sollten Sie die Eier mal durchleuchten. Nicht wegen der Größe der Luftblase (was manche ja immer noch und fast ständig tun), sondern um festzustellen ob die Eier sich entwickeln. Nicht entwickelte oder abgestorbene Eier entfernen Sie, nicht unbedingt weil sie den anderen Eiern schaden würden, sondern weil es keinen Sinn macht diese Eier weiterhin zu bebrüten. Dieser Platz steht Ihnen schon für andere/die nächsten Eier zur Verfügung.
Nichtentwickelte Eier erkennen Sie daran, dass das Ei durchsichtig erscheint und sich der Eidotter dunkel vom Eiweiß abgrenzt.
Laufende Eier. Damitbezeichnen manche Züchter(?) Eier, wo beim aufschlagen des Eies das in der Mitte befindliche Eigelb ins umliegende Eiweiß ausläuft (oder bereits im Ei geschehen ist). Es gibt sogar Leute, die schütteln das Ei vor der Einlage in den Brutapparat erst noch kräftig durch und horchen dann und wollen beurteilen, ob ein Ei befruchtet ist, oder alt ist oder, daß. sich dann da im Ei nichts mehr entwickelt, versteht sich eigentlich von selbst. Dasselbe kann auch unbeabsichtigt auf dem Postweg passieren. Man wundert sich dann, dass sich nichts im Ei entwickelt, gibt dem Hahn oder gleich dem Züchter die Schuld.
Abgestorbene Eier erkennen Sie zumeist am Blutring der den abgestorbenen Embryo kreisförmig umgibt oder an einem Art größerem schwarzen/dunklen Punkt/Embryo ohne weitere Entwicklung. Vergleichen Sie diese Eier mit anderen gut entwickelten Eiern.
Entwickelte Eier erkennen Sie am einfachsten daran, dass sich ein Embryo dunkel abzeichnet und das (fast ganze) Ei von zumeist roten Blutäderchen durchzogen ist.
Nicht zu Ende entwickelte Eier oder halbfertige/fertige Küken, die nicht schlüpfen/absterben kommen relativ häufig vor. Grund ist meistens eine schlechte, unkonstante Bebrütung.
Thema Befruchtung
Natürlich kann sich ein Küken nur in einem befruchteten Ei entwickeln – das weiß wohl jeder. Was viele aber nicht wissen - ein Tret-/Deckakt des Hahnes reicht gut und gerne für 20 Tage lang befruchtete Eier. In den seltensten Fällen ist folglich der Hahn schuld (und schon gar nicht der Züchter), wenn sich Eier nicht entwickeln. Vielmehr kann es an allen möglichen Faktoren liegen, wie zum Beispiel Kälte/Frost oder falsche Lagerung der Eier oder schlechtes/falsches/vergessenes drehen der Eier oder Transportschaden/Schleudertrauma/innere Beschädigungen oder unregelmäßige Bruttemperaturen oder falsche/schlechte Eiinhaltsstoffe oder schlechte Erbanlage/Erbinformation/Gendefekte oder miserable Glucke/Brutapparat, oder... ?
Es ist schlicht und einfach falsch, nichtentwickelte Eier als unbefruchtete Eier zu bezeichnen, wie das landauf und landab üblich ist.
Umlegen
Vergessen Sie nicht - legen Sie die Eier gegen Ende des 18.-ten Tages vom Brutteil in den Schlupfteil um oder von der Rollenhorde etc. in die Schlupfhorde um. Schon manches Küken ist kurz nach seiner Geburt aus dem 3.-ten Stock zu Boden gestürzt und auch noch zusätzlich in die darunter aufgestellte Wasserschüssel baden gegangen.
Schlupf
Nehmen Sie nicht jedes Küken einzeln aus dem Apparat (das schadet den noch nicht Geschlüpften), warten Sie bis die Küken ganz trocken sind. Zweimal am Tag herausnehmen reicht vollkommen, die Küken verhungern schon nicht, sie leben noch vom restlichen Eidotter.
Es ist in der Regel sinnlos den Küken aus dem Ei zu helfen. Es handelt sich hier um relativ lebensschwache Tierchen die bei der ersten Gelegenheit sowieso entgültig schlapp machen. Ursächlich ist in der Regel mangelhafte Bebrütung.
Wundern Sie sich nicht wenn manche Küken bereits am 20.-ten oder sogar am 19.-ten Tag schlüpfen und andere (und/oder) 2 Tage zu spät zur Welt kommen. Nicht die Küken sind Schuld sondern Ihr billiger Brutapparat. Seien Sie vielmehr froh, dass unter diesen Extrembedingungen überhaupt was geschlüpft ist.
Kükenfutter
Seidenhühnerküken gebe ich anfänglich Kükenstarter (gepresst), später dann mit Junghennenfutter (gepresst) gemischt. Den viel kleineren Zwerg-Seidenhühnerküken gebe ich anfänglich Kükenmehl, später dann Kükenmehl und Kükenstarter (gepresst) gemischt.
Zu bekommen im WLZ Raiffeisen Lagerhaus oder Futterhandel. Das Trinkwasser mit Blautropfen versetzt. Zusatzfutter (wie in alten Tagen beschrieben und exerziert) wie Brennnessel gehakt oder hartgekochte Eier kleingehakt oder ähnliches gibt es bei mir nicht.
Und zum Schluß
Es ist natürlich verständlich, daß wohl jeder von 10 Bruteiern auch 10 gesunde Küken erwartet, aber in der Realität sieht das vielfach leider nicht so aus. Wir haben es bei Bruteiern (immer noch) mit einem Naturprodukt zu tun, mit allen Stärken und Schwächen, Alternativ gleich Küken/Jungtiere oder Alttiere kaufen? Aber bitte bedenken: Die Seidis/Zwergseidis und Küken (falls überhaupt verfügbar) als auch vor allem der tiergerechte Lebendtransport sind sehr aufwendig und sowieso alles andere als billig. Deshalb versuche es lieber selbst noch einmal mit Bruteiern, das ist sicherlich die billigste Variante.
Du mußt davon ausgehen, daß es keine 100%-ig "richtige" Brutanleitung gibt, denn jeder glaubt er mache es richtig. Auch die, die das wissenschaftlich begründen/meinen, sind auch nur Menschen. Richtig deswegen weil jeder seine eigenen Erfahrungen gemacht hat und voll von der seiner Richtigkeit überzeugt ist und Brutei nicht Brutei und Brutapparat nicht Brutapparat ist.
Die Natur hat es so eingerichtet, daß selbst unter schlechten Bedingungen was schlüpfen soll. Sie ist ja auf die erfolgreiche Reproduktion angewiesen, sonst würde die Spezies aussterben. Deshalb gibt es auch kein "nur genau so klappt es" sondern es "es klappt so oder so auch" oder auch "leider so nicht".
Folglich nur wenn die Brutbedingungen sehr schlecht sind klappt es nicht und der Kükenembryo stirbt vorzeitig im Ei ab und aus die Maus. Aber selbst bei optimalen Bedingungen (was immer das sein soll) ist es normal, daß es nicht alle Küken schaffen. Warum? Sie haben halt von den Eltern nicht die optimalen oder ausreichenden Eiinhaltsstoffe mitbekommen (Fütterung/Gene) und schwächeln bereits im Ei während der Entwicklung. Oder die Bedingungen von der Eiablage bis rein in den Brüter waren nicht besonders (Behandlung/Frost als Beispiel genannt). Das mußt Du auch immer mit berücksichtigen.
Man kann nicht sagen, aus den Eiern ist wenig geschlüpft deshalb hat der Züchter schlechte Zuchttiere. Das ist von Ei zu Ei verschieden und Ei ist nicht gleich Ei. Als Beispiel mal den Postversand/schütteln/anstoßen erwähnt. Du kannst 2 Eier gegen die Wand rollen, eines geht kaputt das andere nicht. Selbst das nicht kaputt gegangene Brutei kann innerlich zerstört sein (Hagelschnüre/Eigelb auslaufen/wandernde Luftblase) nur weißt Du das nicht und siehst das erst beim durchleuchten.
Es liegt also genau so gut am Postversand und/oder auch (oft) am "billigen" Brutapparat liegen, der halt nur so lala arbeitet. Es hat schon seinen Grund warum ein Apparat 100 Euro kostet und meiner zum Beispiel 1.000 Euro. Dementsprechend sind dann auch die Brutbedingungen so lala oder super. Das dann aus super mehr schlüpft als aus lala ist eigentlich klar, denke ich. Da schaffen es dann sogar die Küken, die bei lala abgestorben wären. Natürlich schlüpfen bei einem teuren Gerät auch nicht alle. Ein 100%-iger Schlüpf ist (leider) die Ausnahme.
Ich mache es so wie ich es in meiner Brutanleitung geschrieben habe und habe damit schon jahrelang (zig-)1.000 Küken ausgebrütet. Wenn ich′s nun irgendwie anders gemacht hätte, dann wären vielleicht 950 oder 1050 oder auch wieder genau diese 1000 mutmaßlichen Küken geschlüpft..... aber das weiß niemand, nur Mutter Natur vielleicht und Natur ist es eben nach wie vor, trotz unserer eingesetzten Technik, unberechenbar.
Oft hört man auch, ich habe aber mit einer zuverlässigen Glücke gebrütet, die hat demletzt 10 Eier meiner eigenen Rasse ausgebrütet und alle Küken sind geschlüpft (oder auch analog auf den Brutapparat bezogen) als Argument. Ganz Dreiste behaupten dann auch noch "Ihre Bruteier waren schlecht/alt oder faul". Ich denke nach meinen obigen Ausführungen weißt Du nun selber was von derartigen Aussagen zu halten ist - dumm und ahnungslos.
Dies sind die Gründe warum Du im Internet so viele verschiedene Meinungen zur Brut findest. Als Neuling bist Du da logischerweise etwas verwirrt, aber ich denke, nun blickst Du da besser durch und kannst selbst beurteilen was/wie ein Internet-Beitrag zu beurteilen ist.